Interessante Essgewohnheiten verschiedener Länder
Detaillierte Erklärung japanischer Essgewohnheiten:
① Regeln für den Umgang mit Stäbchen: Neben dem Weiterreichen von Speisen gibt es auch Tabus, wie z. B. das Einstecken in den Reis oder das Zeigen mit Stäbchen auf andere. Diese Verhaltensweisen gelten als ungünstig, da sie mit Opferritualen zusammenhängen. Um die Stäbchen richtig zu verwenden, sollten Daumen und Zeigefinger die Oberseite festhalten, der Mittelfinger auf den Stäbchen aufliegen und der Ringfinger und der kleine Finger zur Stabilisierung beitragen. Essstäbchen sollten nicht zum Rühren der Speisen in der Schüssel verwendet werden.
② Kultur des gemeinsamen Essens: Moderne Familien pflegen immer noch die Praxis des gemeinsamen Essens, wobei jede Person ihre eigene Portion Reis, Miso-Suppe und Beilagen bekommt, um Kreuzkontaminationen zu vermeiden. In der gehobenen Kaiseki-Küche wird jeder Gang einzeln serviert, und die Gäste müssen einen Gang beenden, bevor sie zum nächsten übergehen können, wobei sie das Konzept „ab und zu“ verkörpern und jeden Moment wertschätzen.
③ Ramen-Etikette: Beim Ramen-Essen ein „saugendes“ Geräusch zu machen, ist ein Kompliment an den Koch, da die heißen Nudeln schnell abgekühlt werden müssen und die Suppe sich mit Luft vermischen muss, um den Geschmack zu verstärken. Nach dem Essen sollten die Gäste die restliche Suppe am Boden der Schüssel austrinken und sich den Mund mit einem Taschentuch statt mit einer Serviette abwischen (außer in gehobenen Restaurants).
④ Izakaya-Kultur: Das „zweite Treffen“ nach der Arbeit findet oft im Izakaya statt. Die Bestellung erfolgt nach dem Prinzip „Eine Soße, drei Gerichte“ (ein Topf Alkohol, eine Beilage zum Alkohol, ein Hauptgericht und eine Suppe). Das Personal wird mit freundlicher Haltung proaktiv mehr Alkohol hinzufügen und die Gäste sollten den Becher mit beiden Händen halten, um ihn entgegenzunehmen. Sagen Sie beim Trinken „Prost!“ aber stoßen Sie nicht an.
Äthiopische Essgewohnheiten erklärt:
① Die Heiligkeit von Ingira: Als Nationalgericht wird Ingira durch dreitägige Fermentierung von Teffmehl hergestellt, wodurch eine schwammartige Konsistenz mit einer leichten Säure entsteht. Es wird „das Brot des Lebens“ genannt. Während des Zubereitungsprozesses knien sich Frauen nieder und backen das Gericht mit einem speziell angefertigten Steingutteller über offener Flamme. Die kreisförmige Kruste symbolisiert die Sonne und die unregelmäßigen Ränder stellen die Unvollkommenheiten der Natur dar. Beim Essen sollte man vom Rand zur Mitte hin reißen und nicht direkt in den Mittelteil greifen.
② Die Philosophie des gemeinsamen Essens: Die ganze Familie sitzt um einen „grasbedeckten Tisch“ mit einem großen Teller Ingira in der Mitte, garniert mit geschmortem Rindfleisch, Gemüsecurry, Bohnenpaste und anderen Gerichten. Jede Person zerreißt mit der rechten Hand das Brot und taucht es in das Essen vor sich. Man kann nicht in den Bereich einer anderen Person übergehen. Besonders ausgeprägt ist diese Ernährungskultur bei Hochzeiten, bei denen der Bräutigam die Braut persönlich ernähren muss, um seine Verantwortung zu zeigen.
③ Kaffeezeremonie: Die Kaffeezeremonie nach dem Essen dauert 1 Stunde. Die Gastgeberin trägt ein traditionelles weißes Kleid und kocht in einer Tonkanne Kaffee über dem Holzkohlenfeuer. Die Kaffeebohnen müssen vor Ort geröstet und gemahlen werden. Der erste Becher ist der stärkste, der zweite Becher enthält etwas Zucker und der dritte Becher symbolisiert einen Segen. Die Gäste müssen drei Tassen austrinken und das Verlassen des Tisches auf halbem Weg gilt als respektlos.
④ Keine Tischkultur: Abgesehen von Ingira muss man es beim Verzehr (rohes Hackfleisch) mit den Händen zu einer Kugel kneten. Es wird mit (gebratenem Spinat) und (Teffmehl) Pulver kombiniert. Die Temperatur der Finger kann den Geschmack des Rindfleisches verstärken. Traditionell gilt die rechte Hand als „saubere Hand“, während die linke Hand für Tätigkeiten wie den Toilettengang verwendet wird und als unrein gilt. Daher ist es strengstens verboten, Lebensmittel mit der linken Hand anzufassen.
Detaillierte Erklärung der spanischen Essgewohnheiten:
① Zeitversetzte Mahlzeiten: Die Spanier haben einen einzigartigen Zeitplan. Sie frühstücken (Desayuno) um 7-9 Uhr, gefolgt von Kaffee und Brot. Das Mittagessen ist eine einfache Mahlzeit von 12 bis 14 Uhr, die Hauptmahlzeit beginnt um 14 bis 16 Uhr, das Abendessen gibt es von 21 bis 23 Uhr und nach dem Essen gibt es bis 1 Uhr morgens geselliges Beisammensein an der Bar. Diese „Mittelmeerzeit“ entstand durch die Zeitzonenanpassung während der Franco-Ära, stimmt zwar nicht mit der geografischen Zeitzone überein, hat sich aber bis heute gehalten.
② Der Sozialkodex des Deckels: Tapas bedeutete ursprünglich „Deckel“ (ein Brotdeckel für Wein, um Fliegen vorzubeugen), und hat sich mittlerweile zu einer kleinen Esskultur entwickelt. Beim Bestellen gilt das Prinzip „ein Getränk, ein Essen“, das Essen im Stehen ist authentischer als im Sitzen. Gängige Kombinationen sind „(Ibérico-Schinken) mit Melone“ und „(scharfe Kartoffeln) mit Knoblauch-Eigelb-Sauce“.
③ Meeresfrüchte-Paella-Ritual: Valencianische Meeresfrüchte-Paella wird in einem flachen Eisentopf zubereitet. Safran verleiht dem Gericht eine goldene Farbe und symbolisiert die Sonne. Beim Servieren wird der gesamte Topf herausgeholt und der Gastgeber verwendet einen Holzlöffel, um ihn auf einzelne flache Teller zu verteilen. Bei der traditionellen Paella mit Meeresfrüchten befindet sich an der Unterseite ein knuspriger „Socarrat“, der als Essenz gilt und abgekratzt und mit einem Löffel geteilt werden muss. Fügen Sie beim Essen keine Tomatensauce hinzu (dies würde den ursprünglichen Geschmack beeinträchtigen) und wenn Sie Zitronensaft auspressen, tropfen Sie ihn in kreisenden Bewegungen ab, anstatt ihn an einer Stelle zu konzentrieren.
④ Flamenco-Abendessen: In den „Tablao Flamenco“-Restaurants in Andalusien wird das Abendessen von Flamenco-Aufführungen begleitet. Wenn die Tänzer mit den Füßen stampfen, müssen die Gäste ruhig bleiben. Klopfen Sie nach der Aufführung mit den Fingern auf den Tisch, anstatt zu klatschen (um den Musikrhythmus nicht zu stören). Bestellen Sie zu diesem Zeitpunkt einen „Fino Sherry“ dazu (gebratene Nudeln), eine klassische Art, die Zigeunerkultur kennenzulernen.
Detaillierte Erklärung der indischen Essgewohnheiten:
① Die Heiligkeit der rechten Hand: Nach dem Hinduismus steht die rechte Hand unter der Kontrolle des „Sonnengottes“, während die linke Hand unter der Kontrolle der „dämonischen Kräfte“ steht. Daher muss man beim Essen den Daumen, den Zeigefinger und den Mittelfinger der rechten Hand zum Halten des Essens verwenden, wobei der Ringfinger und der kleine Finger nach oben gebogen sind. Beim Halten des Essens sollte es zu kleinen Kugeln geknetet und in den Mund genommen werden. Man darf den Reis nicht fallen lassen, und die Rückstände sollten mit Brot abgewischt und dann gegessen werden, was die religiöse Lehre verkörpert, „kein einziges Reiskorn zu verschwenden“.
② Die Umweltweisheit von Bananenblättern: Bei südindischen Festen werden Bananenblätter als Teller verwendet. Die Adern auf den Blättern trennen auf natürliche Weise verschiedene Gerichte – der obere Teil ist für Desserts, der untere Teil für Reis, die rechte Seite für scharfe Gerichte und die linke Seite für salzige Gerichte. Vor dem Essen sollten die Blätter mit Wasser abgespült werden und nach dem Essen sollten sie halbmondförmig gefaltet werden, um die Zufriedenheit anzuzeigen. Die Kellner werden die Blätter als Dünger recyceln. Der gesamte Prozess ist Zero Waste.
③ Der Klassencode für Curry: In Nordindien wird Curry hauptsächlich aus Sahne hergestellt und hat eine gelbe Farbe, während Curry in Südindien scharf ist, aus Kokosmilch hergestellt wird und eine rote Farbe hat. Unterschiedliche Farben repräsentieren unterschiedliche Kasten – Brahmanen verwenden Safran für vegetarisches Curry und Kshatriyas verwenden Kurkuma für Curry auf Fleischbasis. Beim Essen sollte man nicht nach der Kastenzugehörigkeit anderer fragen, sondern kann diese anhand der Farbe des Currys und des Geschirrs feststellen: Wer Metallteller verwendet, gehört meist höheren Kasten an, wer Bananenblätter verwendet, gehört überwiegend niedrigeren Kasten an.
④ Die Philosophie des Gleichgewichts von Süßem und Salzigem: Indische Gerichte folgen der Reihenfolge „zuerst scharf, dann süß“. Um den Appetit anzuregen, wird die Vorspeise (dreieckig gebratene Knödel) serviert, der Hauptgang (Naan-Brot) oder (Reiskuchen) wird serviert und der Nachtisch (Rosenmilchbällchen) oder (Zuckersirup-Knusperkreise) muss nach dem Essen gegessen werden. Beim Trinken von Tee sollten Ingwer und Kardamom hinzugefügt werden und der Tee sollte zum Trinken in eine kleine Tasse gegossen werden, nicht direkt aus der Kanne, um das Konzept des „langsamen Essens“ zu verkörpern.
Lebensmittelverpackung: Kraftpapierbehälter, Zuckerrohr-Bagasse-Brotdose, Bento-Brotdose aus Kunststoff